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Ladegerät-Spannung für Batterien: Spannungstabelle für Li-Ionen, LiFePO4 und Blei-Säure

Durch Guangdong QINX October 4th, 2026 7 Aufrufe

Ladegerät-Spannung für Batterien: Spannungstabelle für Li-Ionen, LiFePO4 und Blei-Säure

Batterienennspannung vs. Ladespannung des Batterieladegeräts – warum Batterieladegeräte eine höhere Ladespannung verwenden

Kurze Einführung

Die richtige Ladespannung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das sichere und zuverlässige Laden eines Akkus. Dabei wird häufig angenommen, dass die Nennspannung des Akkus genau der Ausgangsspannung des Ladegeräts entsprechen muss. Das ist bei vielen wiederaufladbaren Batterien nicht der Fall.

Ein Lithium-Ionen-Akku, der beispielsweise als „12V-Akku“ bezeichnet wird, kann eine maximale Ladespannung von 12,6V benötigen. Ein 12V-LiFePO4-Akku benötigt typischerweise eine Ladespannung von 14,6V.

Der Grund dafür liegt in der Zellchemie und der Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen.

Dieser Leitfaden erklärt den Unterschied zwischen Nennspannung und Ladespannung und zeigt praktische Spannungstabellen für Lithium-Ionen-, LiFePO4- und Blei-Säure-Batterien.


Was ist die Ladespannung eines Akkus?

Die Ladespannung ist die vom Ladegerät bereitgestellte Gleichspannung, die für den Ladevorgang eines Akkus erforderlich ist.

Ein vereinfachter Ladepfad sieht so aus:

AC-Eingang → Batterieladegerät → DC-Ladespannung → Akku

Je nach Akkuchemie und Zellkonfiguration kann ein Ladegerät beispielsweise folgende Ausgangsspannungen haben:

  • 4,2V
  • 8,4V
  • 12,6V
  • 14,6V
  • 16,8V
  • 21V
  • 29,4V
  • 42V
  • 54,6V
  • 58,8V

Die richtige Spannung hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab:

  1. der Batteriechemie
  2. der Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen

Deshalb sollte ein Ladegerät nicht allein anhand der Bezeichnung „12V“, „24V“ oder „48V“ ausgewählt werden.


Nennspannung und Ladespannung sind nicht dasselbe

Eine der häufigsten Fehlerquellen bei der Auswahl eines Batterieladegeräts besteht darin, die Nennspannung des Akkus mit der maximalen Ladespannung gleichzusetzen.

Was bedeutet Nennspannung?

Die Nennspannung ist ein Referenzwert, mit dem die ungefähre Betriebsspannung eines Akkus oder Akkupacks bezeichnet wird.

Eine Lithium-Ionen-Zelle wird beispielsweise häufig mit 3,6V oder 3,7V Nennspannung angegeben.

Die tatsächliche Zellspannung bleibt jedoch während des Betriebs nicht konstant.

Vereinfacht kann eine Lithium-Ionen-Zelle folgende Werte aufweisen:

  • Entladene Spannung: je nach Zelltyp ungefähr 2,5–3,0V
  • Nennspannung: ungefähr 3,6–3,7V
  • Maximale Ladespannung: typischerweise 4,2V

Bei drei in Reihe geschalteten Lithium-Ionen-Zellen ergibt sich daher:

3 × 3,7V ≈ 11,1V Nennspannung

während die maximale Ladespannung beträgt:

3 × 4,2V = 12,6V

Aus diesem Grund wird ein solcher Akkupack häufig als „12V-Lithium-Ionen-Akku“ bezeichnet, obwohl das passende Ladegerät 12,6V liefern muss.

Die wichtigste Regel

Nennspannung ≠ Ladespannung

Für die Auswahl des Ladegeräts muss die vom Batteriehersteller angegebene Ladespannung berücksichtigt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Leitfaden zur Ladespannung von Batterieladegeräten.

Lithium-Ionen-Ladegerät-Spannungstabelle

Lithium-Ionen-Akkus bestehen häufig aus Zellen mit einer Nennspannung von etwa 3,6–3,7V und einer maximalen Ladespannung von typischerweise 4,2V pro Zelle.

Die genaue Zellspannung hängt jedoch von der verwendeten Zellchemie und den Angaben des Herstellers ab.

Für eine Standard-Lithium-Ionen-Konfiguration kann die maximale Ladespannung vereinfacht berechnet werden als:

Maximale Ladespannung = Anzahl der Zellen in Reihe × 4,2V

Lithium-Ionen-Spannungstabelle

Konfiguration

Nennspannung

Maximale Ladespannung

1S

3,6–3,7V

4,2V

2S

7,2–7,4V

8,4V

3S

10,8–11,1V

12,6V

4S

14,4–14,8V

16,8V

5S

18,0–18,5V

21,0V

6S

21,6–22,2V

25,2V

7S

25,2–25,9V

29,4V

8S

28,8–29,6V

33,6V

10S

36,0–37,0V

42,0V

13S

46,8–48,1V

54,6V

14S

50,4–51,8V

58,8V

Die Nennspannung kann je nach Zelltyp leicht variieren. Die maximale Ladespannung richtet sich dagegen nach der spezifizierten maximalen Zellspannung und der Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen.

Lithium-Ionen-Batterieladegerät-Spannungstabelle für 1S- bis 14S-Konfigurationen mit den jeweiligen Ladespannungen


LiFePO4-Ladegerät-Spannungstabelle

LiFePO4-Akkus verwenden eine andere Zellchemie als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus.

Eine LiFePO4-Zelle hat typischerweise:

  • etwa 3,2V Nennspannung
  • etwa 3,65V maximale Ladespannung

Daher lautet die vereinfachte Berechnung:

Maximale Ladespannung = Anzahl der Zellen in Reihe × 3,65V

LiFePO4-Ladespannungstabelle

Konfiguration

Nennspannung

Maximale Ladespannung

1S

3,2V

3,65V

2S

6,4V

7,30V

3S

9,6V

10,95V

4S

12,8V

14,60V

5S

16,0V

18,25V

6S

19,2V

21,90V

7S

22,4V

25,55V

8S

25,6V

29,20V

9S

28,8V

32,85V

10S

32,0V

36,50V

11S

35,2V

40,15V

12S

38,4V

43,80V

16S

51,2V

58,40V

Beispielsweise benötigt ein typischer 4S-LiFePO4-Akku mit 12,8V Nennspannung ein Ladegerät mit einer Ladespannung von 14,6V.

LiFePO4-Ladespannungstabelle mit Vergleich von Nennspannung und Ladeschlussspannung

Warum benötigt LiFePO4 eine andere Ladespannung?

Die Zellchemie bestimmt die zulässige Ladespannung.

Deshalb kann ein 4S-Lithium-Ionen-Akku eine maximale Ladespannung von 16,8V benötigen, während ein 4S-LiFePO4-Akku typischerweise mit maximal 14,6V geladen wird.

Obwohl beide Akkus vier Zellen in Reihe verwenden, sind ihre Ladeparameter unterschiedlich.

Die Zellanzahl allein reicht daher nicht aus. Die Batteriechemie muss ebenfalls bekannt sein.


Ladespannung von Blei-Säure-Batterien

Blei-Säure-Batterien funktionieren anders als Lithium-Ionen- und LiFePO4-Batterien.

Eine typische 12V-Blei-Säure-Batterie besteht aus sechs Zellen und hat eine Nennspannung von etwa 12V.

Die Ladespannung liegt jedoch über der Nennspannung.

Bei einer 12V-Blei-Säure-Batterie kann die Ladespannung während bestimmter Ladephasen typischerweise im mittleren 14V-Bereich liegen. Der genaue Wert hängt unter anderem vom Batterietyp, der Ladephase, der Temperatur und den Herstellerangaben ab.

Deshalb sollte für Blei-Säure-Batterien nicht einfach ein fester Multiplikator verwendet werden.

Typische Ladephasen können beispielsweise umfassen:

  • Bulk-Ladung
  • Absorptionsphase
  • Erhaltungsladung bzw. Float-Phase

Ladespannungstabelle für Blei-Säure-Batterien für 6-V-, 12-V-, 24-V-, 36-V- und 48-V-Batteriesysteme

Typische Orientierung für Blei-Säure-Systeme

Batteriesystem

Nennspannung

Typischer Ladebereich*

6V

6V

ca. 7,0–7,4V

12V

12V

ca. 14,0–14,8V

24V

24V

ca. 28,0–29,6V

36V

36V

ca. 42,0–44,4V

48V

48V

ca. 56,0–59,2V

* Diese Werte dienen nur als allgemeine Orientierung. Die tatsächliche Ladespannung muss anhand des Batterietyps, der Ladephase, der Temperatur und der Herstellerangaben bestimmt werden.

Ein gewöhnliches 12V-Netzteil sollte daher nicht automatisch als geeignetes 12V-Blei-Säure-Ladegerät betrachtet werden.

Nennspannung und Ladespannung im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt den grundlegenden Unterschied:

Batterie

Typische Nennspannung

Typische maximale bzw. Lade-Spannung

3S Li-Ion

10,8–11,1V

12,6V

4S Li-Ion

14,4–14,8V

16,8V

4S LiFePO4

12,8V

14,6V

8S LiFePO4

25,6V

29,2V

13S Li-Ion

46,8–48,1V

54,6V

14S Li-Ion

50,4–51,8V

58,8V

16S LiFePO4

51,2V

58,4V

Die Beispiele zeigen:

Eine Batterie mit einer bestimmten Nennspannung benötigt nicht unbedingt ein Ladegerät mit derselben Ausgangsspannung.


Wie wird die Ladespannung berechnet?

Bei Lithium-Ionen- und LiFePO4-Akkus kann die maximale Ladespannung anhand der Reihenschaltung berechnet werden.

Lithium-Ionen

Anzahl der Zellen in Reihe × 4,2V

Beispiel:

3S Li-Ion:

3 × 4,2V = 12,6V

13S Li-Ion:

13 × 4,2V = 54,6V

14S Li-Ion:

14 × 4,2V = 58,8V

LiFePO4

Anzahl der Zellen in Reihe × 3,65V

Beispiel:

4S LiFePO4:

4 × 3,65V = 14,6V

8S LiFePO4:

8 × 3,65V = 29,2V

16S LiFePO4:

16 × 3,65V = 58,4V

Die tatsächlichen Ladeparameter müssen immer mit den Angaben des Akku-, Zell- und BMS-Herstellers abgeglichen werden.


Reihenschaltung und Parallelschaltung von Batterien

Die Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen bestimmt maßgeblich die Spannung des Akkupacks.

Bei einer Parallelschaltung steigt dagegen hauptsächlich die Kapazität.

Reihenschaltung

Bei einer Reihenschaltung werden die Zellen hintereinander verbunden.

Beispiel:

3,2V + 3,2V + 3,2V + 3,2V = 12,8V

Ein 4S-LiFePO4-Akkupack besitzt daher typischerweise:

12,8V Nennspannung

und:

14,6V maximale Ladespannung

Reihenschaltung → höhere Spannung

Parallelschaltung

Bei einer Parallelschaltung werden mehrere gleiche Zellen oder Zellgruppen parallel verbunden.

Beispiel:

Vier Zellen mit jeweils 3,2V und 10Ah:

4P → 3,2V, 40Ah

Die Spannung bleibt grundsätzlich gleich, während die Kapazität steigt.

Parallelschaltung → höhere Kapazität

4S2P-Beispiel

Bei einer 4S2P-Konfiguration werden vier Zellgruppen in Reihe geschaltet und jede Gruppe besteht aus zwei parallel geschalteten Zellen.

Bei Zellen mit:

3,2V / 10Ah

ergibt sich:

Nennspannung = 4 × 3,2V = 12,8V

Kapazität = 2 × 10Ah = 20Ah

Die 4S-Konfiguration bestimmt also die Spannung, während die 2P-Konfiguration die Kapazität erhöht.

Batterieschaltung in Reihe und parallel: Wie Reihenschaltung die Spannung und Parallelschaltung die Kapazität erhöht

Warum ist die richtige Ladespannung wichtig?

Die Auswahl einer falschen Ladespannung kann verschiedene Probleme verursachen.

Eine zu niedrige Ladespannung

Eine zu niedrige Spannung kann dazu führen, dass:

  • der Akku nicht vollständig geladen wird
  • die Ladezeit stark verlängert wird
  • die erwartete Kapazität nicht erreicht wird
  • das Ladegerät vorzeitig in einen anderen Ladezustand wechselt

Eine zu hohe Ladespannung

Eine zu hohe Ladespannung kann wesentlich kritischer sein.

Sie kann:

  • Schutzschaltungen auslösen
  • den Akku thermisch oder elektrisch belasten
  • die Lebensdauer reduzieren
  • den BMS-Schutz aktivieren
  • unter bestimmten Bedingungen Sicherheitsrisiken verursachen

Falsche Batteriechemie

Ein Ladegerät mit der richtigen Spannung ist nicht automatisch für jede Batteriechemie geeignet.

Ein Ladegerät für Lithium-Ionen-Akkus sollte beispielsweise nicht einfach durch ein LiFePO4-Ladegerät ersetzt werden, nur weil die nominalen Spannungswerte ähnlich erscheinen.

Batteriechemie + Zellkonfiguration + Ladespannung + Ladestrom + Ladeprofil müssen zusammen betrachtet werden.


Ladespannung und Ladestrom müssen zusammen betrachtet werden

Die richtige Ladespannung ist nur ein Teil der Auswahl.

Der Ladestrom beeinflusst, wie schnell Energie in den Akku übertragen wird.

Die grundlegende Beziehung zwischen Spannung, Strom und Leistung lautet:

Leistung = Spannung × Strom

Beispiele:

14,6V × 4A = 58,4W

58,8V × 2A = 117,6W

58,8V × 5A = 294W

Ein 14,6V-4A-Ladegerät hat somit eine nominelle Ausgangsleistung von etwa 58,4W.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Akku während des gesamten Ladevorgangs konstant 4A erhält. Der tatsächliche Ladestrom kann sich abhängig vom Ladeverfahren und Ladezustand verändern.

Weitere Informationen finden Sie im Leitfaden zum Ladestrom von Batterieladegeräten.


Kann ein Netzteil als Batterieladegerät verwendet werden?

Nicht jedes Netzteil ist automatisch ein Batterieladegerät.

Ein herkömmliches AC/DC-Netzteil ist hauptsächlich dafür ausgelegt, eine elektrische Last mit einer geregelten DC-Spannung zu versorgen.

Ein Batterieladegerät muss dagegen häufig zusätzliche Ladefunktionen berücksichtigen, beispielsweise:

  • Konstantstromregelung (CC)
  • Konstantspannungsregelung (CV)
  • Ladeendspannung
  • Ladeabschaltung
  • Ladephasen
  • Batteriechemie
  • BMS-Anforderungen
  • Schutzfunktionen

Deshalb sollte ein Standard-Netzteil nicht einfach als Ersatz für ein Batterieladegerät verwendet werden, ohne die Ladeanforderungen des Akkus zu prüfen.


Häufige Beispiele für die Auswahl der Ladespannung

12,8V LiFePO4-Akku

Ein typischer 12,8V-LiFePO4-Akku entspricht einer 4S-Konfiguration.

4 × 3,65V = 14,6V

→ Typische maximale Ladespannung: 14,6V

48V-Klasse Lithium-Ionen-Akku

Ein 13S-Lithium-Ionen-Akkupack liegt nominal bei etwa 46,8–48,1V.

13 × 4,2V = 54,6V

→ Typische maximale Ladespannung: 54,6V

14S Lithium-Ionen-Akku

14 × 4,2V = 58,8V

→ Typische maximale Ladespannung: 58,8V

6S Lithium-Ionen-Akku

6 × 4,2V = 25,2V

→ Typische maximale Ladespannung: 25,2V


Welche Ladespannung brauche ich?

Bei der Auswahl eines Batterieladegeräts kann folgende Reihenfolge hilfreich sein:

Schritt 1: Batteriechemie bestimmen

Ist es:

  • Lithium-Ionen
  • LiFePO4
  • Blei-Säure
  • oder eine andere Batteriechemie?

Schritt 2: Zellkonfiguration bestimmen

Ermitteln Sie, wie viele Zellen in Reihe geschaltet sind.

Beispiele:

  • 3S
  • 4S
  • 8S
  • 13S
  • 14S
  • 16S

Schritt 3: Maximale Ladespannung bestimmen

Verwenden Sie die vom Batterie- bzw. Zellhersteller angegebene maximale Ladespannung.

Schritt 4: Ladestrom bestimmen

Prüfen Sie die empfohlene und maximal zulässige Ladeleistung bzw. den Ladestrom.

Schritt 5: BMS-Anforderungen prüfen

Bei Lithium-Akkus sollte geprüft werden, ob das BMS für die vorgesehene Ladeart und Ladespannung geeignet ist.

Schritt 6: Ladegerät auswählen

Erst danach sollte das passende Ladegerät anhand von:

Ladespannung + Ladestrom + Ladeprofil + Anschluss + BMS + Anwendung

ausgewählt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl der Ladespannung eines Batterieladegeräts anhand der Batterietechnologie, Zellenanzahl in Reihenschaltung und technischen Spezifikationen

Häufige Fehler bei der Auswahl eines Batterieladegeräts

Fehler 1: Nennspannung und Ladespannung gleichsetzen

Ein 12V-Lithium-Ionen-Akku benötigt nicht automatisch ein 12V-Ladegerät.

Fehler 2: Nur auf die Spannung achten

Auch der Ladestrom, die Batteriechemie und das Ladeprofil müssen berücksichtigt werden.

Fehler 3: Die Zellanzahl ignorieren

Die Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen ist entscheidend für die Ladespannung.

Fehler 4: Li-Ion und LiFePO4 gleich behandeln

Beide gehören zu den Lithium-basierten Batterien, haben aber unterschiedliche Ladeparameter.

Fehler 5: Ein Standardnetzteil als Ladegerät verwenden

Ein geregeltes Netzteil bietet nicht automatisch den erforderlichen Ladealgorithmus.

Fehler 6: BMS-Anforderungen übersehen

Das BMS kann wichtige Grenzen für Ladespannung, Ladestrom und Ladeverhalten vorgeben.

Fehler 7: Nur die Nennleistung betrachten

Ein Ladegerät sollte nicht allein anhand der Wattzahl ausgewählt werden.


Kundenspezifische Batterieladegeräte

Bei Standardanwendungen können fertige Ladegeräte mit definierten Spannungs- und Stromwerten ausreichend sein.

Bei OEM- und Industrieprojekten sind die Anforderungen jedoch häufig spezifischer.

Beispielsweise können folgende Parameter individuell festgelegt werden:

  • Eingangsspannung
  • Batteriespannung
  • Ladestrom
  • Ladeprofil
  • Batteriechemie
  • CC/CV-Verhalten
  • Ladeabschaltung
  • DC-Steckverbinder
  • Kabellänge
  • Gehäuse
  • Kennzeichnung
  • Verpackung

Der Entwicklungsprozess beginnt typischerweise mit den technischen Daten des Akkus und führt über die Definition der Ladeparameter, Prototypen und Tests bis zur Serienproduktion.

Guangdong QINX Technology Co., Ltd. entwickelt AC/DC-Batterieladegeräte und kundenspezifische Ladelösungen für unterschiedliche Batteriechemien, Spannungen, Ströme und Anwendungen.

Für OEM-Projekte können Sie mehr über kundenspezifische Batterieladegeräte und OEM- und kundenspezifische Stromversorgungslösungen erfahren.

Entwicklungsprozess für kundenspezifische Batterieladegeräte – von den Batteriespezifikationen über Ladegerätedesign und Prüfung bis zur ProduktionStandard- oder kundenspezifisches Ladegerät?

Ein Standardladegerät kann sinnvoll sein, wenn alle wichtigen Anforderungen bereits durch ein verfügbares Modell abgedeckt werden.

Ein kundenspezifisches Ladegerät kann dagegen sinnvoll sein, wenn beispielsweise:

  • eine spezielle Ausgangsspannung benötigt wird
  • ein bestimmter Ladestrom erforderlich ist
  • ein spezieller Steckverbinder verwendet werden muss
  • die Kabellänge vorgegeben ist
  • ein individuelles Gehäuse benötigt wird
  • ein bestimmtes Ladeprofil erforderlich ist
  • die Batteriechemie besondere Anforderungen stellt
  • das Ladegerät in ein OEM-Produkt integriert werden soll

Die richtige Lösung sollte immer auf den tatsächlichen Anforderungen des Akkupacks und der Anwendung basieren.


Schnelle Referenztabelle

Batterie / Konfiguration

Typische Nennspannung

Typische Ladespannung

1S Li-Ion

3,6–3,7V

4,2V

2S Li-Ion

7,2–7,4V

8,4V

3S Li-Ion

10,8–11,1V

12,6V

4S Li-Ion

14,4–14,8V

16,8V

6S Li-Ion

21,6–22,2V

25,2V

13S Li-Ion

46,8–48,1V

54,6V

14S Li-Ion

50,4–51,8V

58,8V

4S LiFePO4

12,8V

14,6V

8S LiFePO4

25,6V

29,2V

12S LiFePO4

38,4V

43,8V

16S LiFePO4

51,2V

58,4V

12V Blei-Säure

12V

typischerweise mittlerer 14V-Bereich*

24V Blei-Säure

24V

typischerweise oberhalb 28V*

48V Blei-Säure

48V

typischerweise oberhalb 56V*

* Die tatsächliche Ladespannung hängt bei Blei-Säure-Batterien unter anderem vom Batterietyp, Ladezustand, Ladeverfahren, Temperatur und den Herstellerangaben ab.


FAQ

Welche Spannung benötigt ein 12V-Lithium-Ionen-Akku?

Ein typischer 3S-Lithium-Ionen-Akku mit etwa 10,8–11,1V Nennspannung benötigt eine maximale Ladespannung von 12,6V.

Welche Spannung benötigt ein 12V-LiFePO4-Akku?

Ein typischer 4S-LiFePO4-Akku mit 12,8V Nennspannung benötigt typischerweise eine maximale Ladespannung von 14,6V.

Welche Spannung benötigt ein 48V-Lithium-Ionen-Akku?

Ein typischer 13S-Lithium-Ionen-Akku der 48V-Klasse benötigt eine maximale Ladespannung von 54,6V.

Die genaue Konfiguration sollte jedoch anhand der Batteriespezifikation überprüft werden.

Welche Spannung benötigt ein 14S-Lithium-Ionen-Akku?

Ein 14S-Lithium-Ionen-Akku benötigt bei einer maximalen Zellspannung von 4,2V:

14 × 4,2V = 58,8V

Daher wird typischerweise ein 58,8V-Ladegerät verwendet.

Welche Spannung benötigt ein 16S-LiFePO4-Akku?

Bei einer maximalen Zellspannung von 3,65V ergibt sich:

16 × 3,65V = 58,4V

Ein typischer 16S-LiFePO4-Akku mit 51,2V Nennspannung benötigt daher eine maximale Ladespannung von 58,4V.

Kann ich ein 12V-Netzteil für einen 12V-Akku verwenden?

Nicht automatisch.

Ein 12V-Netzteil und ein 12V-Batterieladegerät erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend sind Batteriechemie, maximale Ladespannung, Ladestrom und Ladeprofil.

Ist die höhere Ladespannung bei Lithium-Akkus normal?

Ja. Die Ladespannung liegt bei vielen Lithium-Akkus über der Nennspannung.

Beispielsweise:

3S Li-Ion → 11,1V nominal → 12,6V Ladeendspannung

und:

4S LiFePO4 → 12,8V nominal → 14,6V Ladeendspannung

Was ist wichtiger: Spannung oder Strom?

Beides ist wichtig, aber sie erfüllen unterschiedliche Funktionen.

Die Ladespannung muss mit Batteriechemie und Zellkonfiguration kompatibel sein. Der Ladestrom bestimmt zusammen mit der Batteriekapazität, wie schnell der Akku geladen werden kann.

Was bedeutet 4S bei einem Akku?

„4S“ bedeutet, dass vier Zellen bzw. Zellgruppen in Reihe geschaltet sind.

Die Reihenschaltung bestimmt hauptsächlich die Spannung.

Was bedeutet 2P?

„2P“ bedeutet, dass zwei Zellen oder Zellgruppen parallel geschaltet sind.

Die Parallelschaltung erhöht hauptsächlich die Kapazität.

Warum benötigt ein 4S-LiFePO4-Akku 14,6V?

Eine LiFePO4-Zelle hat typischerweise eine maximale Ladespannung von 3,65V.

Daher:

4 × 3,65V = 14,6V

Kann ein Ladegerät mit höherem Strom verwendet werden?

Nicht automatisch.

Bei Batterieladegeräten müssen die maximal zulässigen Ladeparameter des Akkus und BMS berücksichtigt werden. Ein höherer Ladestrom kann bei einer dafür ausgelegten Batterie möglich sein, sollte aber nicht allein anhand der verfügbaren Ladegerätleistung ausgewählt werden.

Für weitere Informationen siehe den Leitfaden zum Ladestrom von Batterieladegeräten.


Fazit

Die Auswahl der richtigen Batterieladespannung beginnt nicht mit der Zahl auf dem Ladegerät, sondern mit den technischen Daten des Akkus.

Die wichtigsten Parameter sind:

Batteriechemie → Zellkonfiguration → Nennspannung → maximale Ladespannung → Ladestrom → Ladeprofil → BMS-Anforderungen

Die wichtigsten Beispiele sind:

  • 3S Li-Ion → 12,6V Ladegerät
  • 4S Li-Ion → 16,8V Ladegerät
  • 4S LiFePO4 → 14,6V Ladegerät
  • 8S LiFePO4 → 29,2V Ladegerät
  • 13S Li-Ion → 54,6V Ladegerät
  • 14S Li-Ion → 58,8V Ladegerät
  • 16S LiFePO4 → 58,4V Ladegerät

Der entscheidende Punkt lautet:

Wählen Sie ein Batterieladegerät nach der spezifizierten Ladespannung und den Ladeanforderungen des Akkus – nicht einfach nach dessen Nennspannung.

Für Standard- und OEM-Anwendungen bietet Guangdong QINX Technology Co., Ltd. AC/DC-Batterieladegeräte und kundenspezifische Ladelösungen mit unterschiedlichen Spannungs-, Strom-, Stecker-, Kabel- und Gehäuseanforderungen.

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